Forschungsbereiche des Instituts im Überblick
Medizin:
Psychologie:
Wirtschafts- und Sozialgeographie:
Rechtswissenschaft:
Soziologie:
Weiterbildung:
Wissenschaftliche Zusammenarbeit:
Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung
e.V. (RISP), Duisburg; Polnische Gesellschaft für Gerontologie (Warschau);
Universität Witten-Herdecke (Lehrstuhl für Geriatrie); Neurologische Klinik der
Kliniken Wuppertal; St. Antonius-Kliniken Wuppertal, III. Medizinische Klinik;
Elisabeth-Krankenhaus Essen; Klinik Bergisch Land Wuppertal-Ronsdorf;
Klinik Flurstraße Düsseldorf; Ferdinand-Sauerbruch-Klinikum Wuppertal;
Augusta-Kranken-Anstalt Bochum; Bayer AG, Pharma Forschungszentrum, Fachbereich
Medizin; Bergisches Institut für Pflegeberufe
Dienstleistungs- und Kooperationsangebote:
Aktuelle Forschungsprojekte:
Wirkung von Neurofeedback
bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI)
Im Laufe unseres Lebens kommt
es zu Veränderungen physischer wie auch kognitiver Fähigkeiten, die zunächst
eine immer besser und effektiver funktionierende Interaktion mit Anforderungen
des alltäglichen Lebens ermöglicht. Sich ändernde kognitive und physische
Fähigkeiten spiegeln dabei Entwicklungsprozesse des zentralen Nervensystems
wider. Diese Fähigkeiten entwickeln sich
allerdings nicht stetig weiter, sondern beginnen ab einem gewissen Alter in
ihrer Entwicklung zu stagnieren und/oder sich zurückzubilden. Kognitive
Einbußen im Verlauf des Alterungsprozesses zeigen sich in den Bereichen
Kurzzeitgedächtnis, Kreativität und in kognitiven Leistungstests, bei denen die
Fähigkeit zu einem Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben notwendig ist. So
wie sich der Abbau kognitiver Fähigkeiten in neuropsychologischen Tests zeigen
lässt, ist es möglich, Veränderungen in der Funktionalität des Nervensystems
z.B. mittels der Elektroenzephalographie darzustellen.
Beim Neurofeedback wird die elektrische Aktivität des Gehirns in seine
einzelnen Frequenzbänder zerlegt und der Anteil jedes Frequenzbandes am
Zustandekommen des Spontan-EEGs online dargestellt
und dem Trainer zurückgemeldet. Hintergrund des Neurofeedback ist es, die
Probanden in die Lage zu versetzen, die EEG-Anteile im Spektrum, die mit einer
verbesserten kognitiven Leistung in Zusammenhang gebracht werden zu erhöhen,
sowie die EEG-Anteile, die eher mit einer verminderten Aktivierung in Zusammenhang
gebracht werden, zu verringern. In einem von der Paul-Kuth-Stiftung
geförderten Projekt soll nun untersucht werden, ob es möglich ist, mit Hilfe
des Neurofeedback die kognitive Leistungsfähigkeit bei Menschen mit MCI zu
verbessern und/oder einen Abbau dieser Fähigkeiten zu verlangsamen. Als
Kontrollgruppe werden Menschen mit MCI von einer ausgebildeten Ergotherapeuten
mit einem bereits etablierten ergotherapeutischen-Training
betreut. Die Untersuchungen begannen im Oktober 2007 und wurden im Herbst 2008
abgeschlossen. Auswertung und Interpretation sind derzeit in Arbeit.
Wirkung von Kunsttherapie auf Menschen mit Demenz
Durch den hohen Anteil von
Bewohnern mit Demenz steigt der Bedarf an therapeutischen Maßnahmen. Bislang
konnten Wirkungen von Kunsttherapie bei Demenz nur in Einzelfallstudien gezeigt
werden. Das von der Paul-Kuth-Stiftung geförderte
Projekt soll erstmals in einem Kontrollgruppendesign die Wirkung von
Kunsttherapie auf das Verhalten und Erleben sowie die Sozialkontakte bei dementen Seniorenheimbewohnern wissenschaftlich
untersuchen. Dazu werden in zwei Wuppertaler Seniorenheimen von ausgebildeten
Kunsttherapeuten vierwöchige Interventionsphasen an Alzheimer-Patienten
durchgeführt. Als Kontrollbedingung dienen aktivierende Pflegeangebote. Der
Demenzverlauf wird mit Hilfe standardisierter Verfahren dokumentiert. Die
Kunsttherapie wird mittels Videographie zu drei Messzeitpunkten aufgezeichnet
und möglichst quantitativ ausgewertet. Die Untersuchungen begannen im September
2007 und wurden im Herbst 2008 abgeschlossen. Auswertung und Interpretation
sind derzeit in Arbeit.
Im Fokus der Literaturanalyse
stehen derzeit die Probleme, die durch die erhöhte Zahl dementer
Klienten in den Heimen entstanden sind. Die Ergebnisse der Literaturanalyse
wurden in 2008 publiziert:
Boucsein, L, & Boucsein, W.
(2008). Qualitätssicherung in der
stationären Altenpflege unter besonderer Berücksichtigung dementiell
veränderter Bewohner. (Mit einem Anhang zur Demenz-Diagnostik und einem
Vorwort von Ingo Füsgen). Lengerich: Pabst Science
Publishers.
Diesbezüglich besteht ein
erheblicher Beratungsbedarf bei den Heimen, unter anderem für Schulungen, bei
denen die Betreuer Dementer Spezialkenntnisse
bezüglich ihrer Klientel erwerben können. Entsprechende Schulungen sollen von
ISOGAM für die Heime vermittelt und möglichst kostengünstig angeboten werden
Weiter werden Begehungen einzelner Heime mit
anschließendem heimbezogenen Workshop mit dem Ziel des Benchmarkings
bezüglich der Pflegequalität angeboten. Wir möchten mit diesem Angebot auch
kleinere Einrichtungen dabei unterstützen, das gesetzlich geforderte interne
Qualitätsmanagement zu implementieren.